Steak-Vergleich

Essen ist immer nützlich und soll Gerüchten zu Folge auch lebensverlängernd wirken… heute war unser Mittagessen allerdings besonders sinnvoll, denn es ging mit einem Test einher: Dry Aged T-Bone Steak, das neueste Angebot aus unserer Rewe-Fleischtheke (stammt von der VION Hilden GmbH) vs. Dry Aged Rumpsteak vom Wetteraner Charolais (Fleischerei Schröder). Optisch macht das Rewe-Fleisch einen gleichwertigen Eindruck wie das Charolais; ich habe beide Stücke in der originalen Vakuumverpackung im Sous Vide-Bad auf 57°C vorgegart (darum gibt es auch keine Bilder vom rohen Fleisch) und dann nur noch kurz auf dem Gusseisenrost „gebrandet“.

Im Ergebnis zeigt sich, dass sich vom Biss und der Zartheit her beide Stücke nichts schenken; besonders der Filet-Anteil des T-Bones zergeht auf der Zunge. Geschmacklich allerdings kann das Supermarkt-Steak mit dem glücklichen Charolais nicht mithalten; man schmeckt die Trockenreife kaum, aber dafür eine etwas zu intensive Eisennote. Das Rumpsteak dagegen überzeugt mit einem kräftigen, intensiven Rindfleisch-Aroma, so, wie man es von Dry Aged Beef guter Herkunft erwartet. Das Rewe-Fleisch ist zwar nicht schlecht, auf jeden Fall um Klassen hochwertiger als die Dry Aged-Geschichte unlängst bei Netto. Aber bislang zeigt sich – so gereiftes Fleisch funktioniert offenbar nicht als Massenware für den Supermarkt…